
Wissen Sie, wie man richtig dampft, ohne zu husten? Probieren Sie diese Techniken aus!
Viele Anfänger im Dampfen haben mit einem häufigen Problem zu kämpfen: dem Husten. Es tritt oft bei fast jedem Zug auf und kann das Dampfen nicht nur unangenehm, sondern auch schwierig machen. Sie sind neu dabei und wissen nicht, was Sie falsch machen? In unserem praktischen und leicht verständlichen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie richtig dampfen, ohne Husten zu verursachen.
Warum verursacht Dampfen Husten?
Hustenanfälle sind bei vielen Dampfern, besonders Anfängern, häufig – unabhängig davon, ob sie zuvor Erfahrung mit herkömmlichen Zigaretten hatten oder nicht. Der Grund dafür liegt in den wesentlichen Unterschieden zwischen Zigarettenrauch und E-Zigarettendampf. Nachfolgend erklären wir diese Unterschiede im Detail.
Ein weiterer möglicher Auslöser für Husten sind die Inhaltsstoffe des Dampfs. Diese variieren je nach Produkt, beinhalten jedoch meist Propylenglykol und pflanzliches Glycerin, die beide die Atemwege reizen können.
Auch die Art der Inhalation spielt eine Rolle. Ein Vape funktioniert anders als herkömmliche Zigaretten, und daher können Sie den Dampf nicht auf die gleiche Weise wie Zigarettenrauch einatmen. Besonders zu Beginn ist es wichtig, langsam vorzugehen und sich mit der richtigen Technik vertraut zu machen. Verschiedene Inhalationsmethoden wie MTL (Mouth-to-Lung), DTL (Direct-to-Lung) oder RDTL (Restricted Direct-to-Lung) können hier hilfreich sein.
In manchen Fällen ist ein zu hoher Nikotingehalt der Grund für den Husten. Dieses Problem lässt sich ganz einfach lösen: Wählen Sie einfach ein Produkt mit niedrigerem Nikotingehalt.
Schließlich kann auch das Produkt selbst ein Grund für den Husten sein. Wenn die Zusammensetzung oder der Geschmack nicht zu Ihnen passt, probieren Sie ruhig andere Alternativen aus. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Optionen, die besser zu Ihren Bedürfnissen passen könnten.
Zigarettenrauch vs. Dampf von Vape
Um richtig zu dampfen, ohne dabei zu husten, ist es entscheidend, den Unterschied zwischen herkömmlichem Zigarettenrauch und dem Dampf von Vapes zu verstehen.
Der erste große Unterschied ist die Temperatur. Beim Dampfen ist die Temperatur des Dampfes deutlich niedriger, was den Inhalationsprozess etwas ungewohnt und möglicherweise anfangs schwieriger machen kann. Lassen Sie sich jedoch nicht entmutigen. Um Husten zu vermeiden, sollten Sie den Dampf langsam und gleichmäßig einatmen, ohne sich zu hetzen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Nikotingehalt. Eine normale Zigarette enthält durchschnittlich 10 bis 12 mg Nikotin, wobei nur etwa 1,2 bis 1,8 mg über den Rauch in den Körper gelangen. Beim Dampfen können die Nikotinwerte je nach verwendetem Produkt deutlich höher liegen, was zu einer stärkeren Reizung der Atemwege und damit zu Husten führen kann.
Wie dampft man richtig?
Die Frage, wie man richtig dampft, lässt sich nicht mit einer einzigen Antwort beantworten. Erfahrene Dampfer verwenden unterschiedliche Techniken, von denen drei besonders verbreitet sind: MTL, DTL und RDTL. Jede Methode hat ihre eigenen Vorteile und eignet sich für unterschiedliche Nutzerbedürfnisse.
MTL-Vaping
MTL steht für Mouth-to-Lung und bedeutet, dass der Dampf zunächst in den Mund inhaliert wird. Dort wird er kurz gehalten und erst dann in die Lunge eingeatmet. Dies ist eine ideale Wahl für Anfänger, insbesondere aufgrund des weniger intensiven Geschmacks, des geringeren E-Liquid-Verbrauchs und der geringeren Dampfproduktion.
Der Nachteil von MTL besteht darin, dass es für fortgeschrittene Nutzer möglicherweise nicht intensiv genug ist. Sobald Sie sich an das Dampfen gewöhnt haben, möchten Sie möglicherweise zu einer anderen Methode wechseln.
DTL-Vaping
DTL (Direct-to-Lung) ist das Gegenteil von MTL. Der Dampf wird direkt in die Lunge inhaliert, ohne ihn zuerst im Mund zu halten. Diese Methode sorgt für ein kraftvolles und intensives Dampferlebnis und eignet sich besonders für fortgeschrittene Dampfer.
Beim DTL-Vaping entsteht eine große Menge Dampf, was besonders für Nutzer interessant ist, die Vape-Tricks mögen. Allerdings bedeutet dies auch einen höheren E-Liquid- und Batterieverbrauch. Außerdem wird für DTL meist ein leistungsstärkeres Gerät benötigt.
Ein kleiner Nachteil ist, dass DTL meist besser mit niedrigeren Nikotinkonzentrationen funktioniert. Gleichzeitig sorgt die hohe Dampfmenge für ein intensives Geschmackserlebnis.
RDTL-Vaping
Restricted Direct-to-Lung (RDTL) ist die goldene Mitte zwischen MTL und DTL. Dabei wird der Dampf direkt in die Lunge inhaliert, jedoch mit eingeschränktem Luftstrom. Dadurch entsteht eine ausgewogene Intensität von Nikotin, Geschmack und Dampfmenge.
Die RDTL-Technik eignet sich für verschiedene Nikotinkonzentrationen – von höheren bis zu niedrigeren Werten. Sie ist oft der nächste Schritt nach MTL, bevor Nutzer vollständig zu DTL wechseln.
Ein möglicher Nachteil ist, dass RDTL für erfahrene Nutzer zu schwach, für Anfänger jedoch anfangs zu intensiv sein kann.
Tipps gegen Husten beim Dampfen
Husten kann trotz der richtigen Technik auftreten, besonders wenn Sie gerade erst anfangen oder die Technik wechseln. Hier sind einige hilfreiche Tipps, um Hustenanfälle zu vermeiden:
Probieren Sie eine andere Technik aus
Wenn Sie noch keine Erfahrung mit dem Dampfen haben, empfiehlt es sich, mit der MTL-Technik zu beginnen. Diese Methode ist sanfter und besser für Anfänger geeignet. Husten bei den ersten Versuchen ist normal, da sich Ihr Körper erst daran gewöhnen muss.
Auch erfahrene Dampfer können husten, wenn sie die Technik wechseln. Jede Methode fühlt sich anders an, daher braucht der Körper Zeit zur Anpassung.
Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Propylenglykol und Glycerin können Mund und Rachen austrocknen. Das kann Husten auslösen. Trinken Sie daher vor und nach dem Dampfen ausreichend Wasser, um die Schleimhäute feucht zu halten.
Reduzieren Sie die Nikotinmenge
Nikotin kann die Atemwege reizen, besonders bei hohen Konzentrationen. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Liquid zu stark ist, wechseln Sie zu einer niedrigeren Nikotinstärke und steigern Sie diese bei Bedarf langsam.
Passen Sie Leistung und Luftstrom an
Eine zu hohe Leistung erzeugt mehr Dampf, was die Schleimhäute reizen kann. Testen Sie niedrigere Wattzahlen, um eine angenehmere Erfahrung zu erzielen.
Auch der Luftstrom ist wichtig: Zu viel Luft erzeugt zu viel Dampf, zu wenig Luft zwingt Sie zu stärkerem Ziehen. Finden Sie die Balance, die für Sie am besten funktioniert.
Setzen Sie sich nicht unter Druck
Husten ist besonders am Anfang völlig normal. Geben Sie sich Zeit und probieren Sie verschiedene Liquids oder Geräte aus, bis Sie die passende Kombination finden.
Falls Dampfen für Sie nicht geeignet ist, gibt es Alternativen wie Snus. Dieser wird unter die Lippe gelegt und verursacht keinen Husten, da kein Dampf inhaliert wird.
Wie entsorgt man E-Zigaretten-Abfall richtig?
E-Zigaretten – sowohl Einweg- als auch wiederaufladbare Modelle – sollten nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden. Sie enthalten Restnikotin und Lithium-Batterien, die schädlich für die Umwelt sind.
Entsorgen Sie Ihre Geräte daher in speziellen Recyclingbehältern oder Sammelboxen, die oft im Handel oder bei lokalen Entsorgungsstellen verfügbar sind. So tragen Sie aktiv zum Umweltschutz bei.
